Anleitung · Windows

PraxisZeit unter Windows einrichten

Quick-Start für Windows 10 22H2, Windows 11 und Windows Server 2019+. In fünf Schritten vom Download zum laufenden Praxis-Server.

Voraussetzungen

Vor dem Start prüfen
  • Windows 10 22H2, Windows 11 oder Windows Server 2019/2022
  • Administrator-Rechte auf dem Praxis-Rechner
  • Mindestens 5 GB freier Festplattenspeicher
  • Port 443 frei (HTTPS) — wird vom Installer geöffnet
  • Internetzugang für den initialen PostgreSQL-Download

Download

Laden Sie die aktuelle Version aus dem Shop herunter: /download. Wählen Sie die Datei mit dem Suffix windows.zip.

Prüfen Sie anschließend die SHA-256-Prüfsumme — der erwartete Wert steht direkt unter der Download-Schaltfläche:

certutil -hashfile praxiszeit-<version>-windows.zip SHA256

Entpacken und SmartScreen entsperren

Windows blockiert heruntergeladene ZIP-Dateien aus dem Internet standardmäßig. Das ist der häufigste Stolperstein.

  1. Rechtsklick auf die ZIP-Datei → Eigenschaften
  2. Unten im Tab Allgemein bei Sicherheit die Checkbox „Zulassen" aktivieren
  3. Übernehmen klicken — vor dem Entpacken
  4. Erst dann die ZIP entpacken (Rechtsklick → „Alle extrahieren")

Wenn Sie diesen Schritt vergessen, blockiert Windows später jede.exe und .bat im entpackten Verzeichnis.

Installation — zwei Wege

Im entpackten Verzeichnis liegen zwei Installationsvarianten. Wählen Sie eine — beide führen zum selben Ergebnis.

Empfohlen: GUI-Installer

ab v1.4.0

Doppelklick auf PraxisZeit.Setup.exe im Verzeichnis installer/setup/. Der Wizard erkennt PostgreSQL, legt das Konfigurationsverzeichnis an und installiert den Windows-Dienst. Keine Konsole, keine Skripte.

Klassisch: setup.bat

Rechtsklick auf installer/windows/setup.bat„Als Administrator ausführen". Das Skript findet ein vorhandenes PostgreSQL oder lädt es nach.

# In einer Administrator-PowerShell:
cd C:\Pfad\zu\praxiszeit\installer\windows
.\setup.bat

Achtung: Bearbeiten Sie praxiszeit.conf niemals mit Notepad — Notepad schreibt eine UTF-8-BOM, die den Dienst beim Start crashen lässt. Verwenden Sie VS Code oder Notepad++ und speichern Sie als UTF-8 ohne BOM.

Windows-Dienst installieren

Damit PraxisZeit beim Hochfahren des Rechners automatisch startet, registrieren Sie den Dienst. Bei der GUI-Variante ist dies bereits erledigt — bei setup.bat rufen Sie zusätzlich auf:

# Rechtsklick → "Als Administrator ausführen"
installer\windows\install-service.bat

Das Skript registriert den Dienst PraxisZeit, setzt den Starttyp auf Automatisch und öffnet die Firewall-Regel für Port 443.

Im Browser öffnen

Öffnen Sie einen Browser auf demselben Rechner:

https://localhost

Aus dem Praxisnetz erreichen Sie den Server unter dem Computernamen, z.B. https://praxis-pc oder über die lokale IP-Adresse. Beim ersten Aufruf akzeptieren Sie das selbstsignierte Zertifikat (für die Produktivnutzung empfehlen wir ein Zertifikat aus Ihrer internen PKI).

Anschließend legen Sie den ersten Admin-Account an und können Mitarbeiter und Arbeitszeiten erfassen.

Troubleshooting

Die drei häufigsten Probleme — und wie Sie sie in unter einer Minute lösen.

Windows SmartScreen blockt setup.exe

Klicken Sie im SmartScreen-Dialog auf „Weitere Informationen"„Trotzdem ausführen". Alternativ entsperren Sie die ZIP vor dem Entpacken (siehe Schritt 2). Die Installer sind nicht signiert, weil wir kein EV-Zertifikat einsetzen — dieselbe Praxis wie bei vielen Open-Source-Tools.

Dienst crashed direkt nach dem Start

Fast immer Ursache: praxiszeit.conf wurde mit Notepad gespeichert und enthält eine UTF-8-BOM. Öffnen Sie die Datei in VS Code, prüfen Sie unten rechts die Codierung („UTF-8" — nicht „UTF-8 with BOM") und speichern Sie neu. Im Ereignisprotokoll erscheint dabei ein Fehler YAML parse error at line 1.

Nach Update: alte Oberfläche oder Login-Schleife

Browser-Cache leeren — Strg + F5 oder Strg + Shift + R. Alternativ einmal im Inkognito-Modus öffnen, um den Cache zu umgehen.

Weitere Stolperfallen sind im Detail dokumentiert: NATIVE-WINDOWS-PITFALLS.md

Vollständige Windows-Anleitung mit allen Stolperfallen

Die ausführliche Dokumentation auf GitHub deckt Server-Setups, Reverse-Proxy mit eigenem Zertifikat, automatische Backups und alle bekannten Windows-spezifischen Eigenheiten ab — gepflegt vom PraxisZeit-Team und der Community.